Netzfundstücke, 02.11.2014

Ideen für neue Produkte/Dienstleistungen findet man überall, selbst im Knast, wie das Beispiel eines Startups beweist. In den Netzfundstücken diese Woche außerdem die ketzerische Frage von Seth Godin, ob es wirklich so etwas wie eine Schreibblockade gibt. Rechtzeitig vor Beginn der "Vorsätze fürs neue Jahr"-Saison Tipps, wie man Vorsätze in die Tat umsetzt und dabei bleibt. Zum Abschluss redet Christian De Vries uns Barcamp-Enthusiasten ins Gewissen. 

How a Convicted Felon Built a $3 Million Startup Straight Out of Prison

Wie man in jeder Situation ein erfolgreiches Geschäftsmodell entwickeln kann, beweist Frederick Hutson. Er saß knapp vier Jahre wegen Drogenhandels im Gefängnis.
"During his 51-month prison stint, Hutson recognized that there were huge inefficiencies in the prison system when it came to prisoners keeping in contact with their loved ones. From there, he came up with Pigeonly, a photo-sharing service that prints photos uploaded from a cell phone, computer or tablet and then ships them to any prison in the world."
Er hatte dort viel Zeit zum Lesen. Auf die Frage, was ihn von den unzähligen anderen Startups unterscheidet, denen kein Erfolg beschert ist, antwortet er:
"[laughs] I think the only thing that separates me from others is that I build something to solve a real problem; I didn’t manufacture a problem. A lot of the times what I see people do is they have this idea that will be cool — and there’s nothing wrong with that, there’s a place in the world for those things. However, the fastest way to build a viable business is to solve a real problem for people. When you solve a real problem for people, they’ll gladly pay you for it, and that’s all we’ve done. From the first two weeks of launch, we generated like $13,000."

Talker's block

Schreibblockade? Seth Godin hält das für ziemlichen Unsinn.
"No one ever gets talker's block. No one wakes up in the morning, discovers he has nothing to say and sits quietly, for days or weeks, until the muse hits, until the moment is right, until all the craziness in his life has died down.

Why then, is writer's block endemic?"
Seine Lösung gegen eine vermeintliche Schreibblockade ist recht simpel:
"Just write poorly. Continue to write poorly, in public, until you can write better. [...] Do it every day. Every single day."

Forget big change, start with a tiny habit: BJ Fogg at TEDxFremont

Nicht mehr lange, dann beginnt wieder die "gute Vorsätze fürs neue Jahr“-Saison. Meistens werden große Veränderungen angestrebt und damit ist das Scheitern eigentlich schon vorprogrammiert. Interessanter Vortrag von BJ Fogg darüber, wie aus guten Vorsätzen neue Gewohnheiten werden können.




Blogposts machen Barcamps kaputt

Christian De Vries liest uns, Barcamp-Enthusiasten, die Leviten:
"Das, was wir mit diesem eigentlich guten Format anstellen, verkaufen wir nicht gut genug. Dass wir dort Wissen teilen, wird anschließend nicht deutlich genug. Denn, was wir dann im Netz teilen, ist, wie schon bemerkt, oft Mist."
Aber nicht nur, dass die Barcamp-Berichte oftmals schlecht sind, auch das Format an sich schwächelt:
"Die Gefahr besteht, dass wir uns sehr gern 'Klassentreffen' organisieren, weil wir uns alle mögen. Dem ist ja so. Nur: Dann müssen wir sie auch so benennen. Und nicht erwarten, dass jetzt alle das Format so geil finden. Wir freuen uns immer, wenn so viele 'Newbies' da sind. Wir denken nicht daran, dass es eigentlich immer der harte Kern ist, der sich da trifft. Die 'Newbies' sind ja leider nicht der künftige harte Kern. Denn sonst müssten die Barcamps ja stetig größer werden. Dem ist nicht so."



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen