Guter Rat ... macht erfolgreich

Es gibt eine Frage, die mich wie wahrscheinlich viele andere Menschen auch umtreibt: Was unterscheidet erfolgreiche Menschen von anderen? Es gibt unzählige Studien, Untersuchungen, Bücher und Artikel zu diesem Thema. Ein paar der Erfolgs"geheimnisse" sind:

  • Harte Arbeit
  • Ausdauer 
  • Begeisterung und Leidenschaft (A Burning Desire wie es in Napoleon Hills Buch "Think and Grow Rich" heißt)
  • (Ambitionierte) Ziele haben (das empfiehlt etwa Brian Tracy)

Ich füge dieser Liste einen Punkt hinzu: Tu, was erfolgreiche Menschen dir raten und erfinde das Rad nicht neu. Die Probleme, denen du dich gegenübersiehst, hatten schon unzählige Menschen vor dir.

80/20-Regel

Wenn ich in meinem Umfeld schaue, wer erfolgreich ist und warum, dann ist dies einer der Gründe. Sie hören auf andere und setzen deren Rat um. Beispielsweise Ideen, die sie auf Workshops bekommen haben. Und damit sind sie in der Minderheit.

Dan Kennedy, Direktmarketing-Guru aus den USA, nannte in einem Video (leider auf YouTube nicht mehr auffindbar) "ernüchternde" Zahlen. In einem seiner Trainings bot er Immobilienmaklern neben Coaching auch Marketingmaterial an, das sich in der Vergangenheit als erfolgreich bei der Objektakquise herausstellte. Es war ein sehr teurer Kurs, die Teilnehmer erfolgreiche Makler. Man sollte meinen, dass alle so ein Angebot dankend in Anspruch nähmen. Weit gefehlt. Lediglich 15 nutzten das Material (20 Prozent). Das entsprach Dan Kennedys Erfahrung:
"There are two realities of human behavior: One is 80/20 and the other ist 95/5."
Warum nutzten 80 Prozent es nicht? Bequemlichkeit, es besser wissen, fehlender Fokus, Ignoranz, mangelnder Ehrgeiz, mangelndes Vertrauen in die Fähigkeiten anderer. Es gibt viele Erklärungen.

Es spielt übrigens keine Rolle, ob Kursteilnehmer Millionäre oder arme Schlucker sind, selbst zahlen oder vom Arbeitgeber hingeschickt werden. Die Verteilung ist Dan Kennedys Erfahrung nach stets die gleiche.

Er gab den Rat, dass man nicht versuchen sollte, daran etwas zu ändern. Menschen sind so. Besser ist, sich bewusst zu entscheiden, zu welcher Gruppe will ich gehören: Den 20 oder den 80 Prozent. Heißt, auch wider besseren Wissens einmal neue Dinge auszuprobieren. Auf andere zu hören. Oder eben so weiter machen wie bisher getreu dem Motto: 
"If you do what you've always done, you'll get what you've always gotten.” (Tony Robbins)
95/5-Regel

Zum Schluss die 95/5-Regel. Fünf Prozent: Das ist die Zahl derer, die wohlhabend in Rente gehen können. Dan Kennedy bezog sich dabei auf behördliche Statistiken. Die Verteilung hat sich zwischen 1953 und 2003 nicht geändert. Erstaunlich – oder eben auch nicht.