Stricken mit Hundehaaren ...

... oder warum es hilft, sich im Vertrieb und Marketing auf eine Nische zu fokussieren.

Die nächsten Barcamps stehen vor der Tür. Somit die Überlegung, welche Vorträge kann ich halten. Auf alle Fälle etwas Neues. Daher die Idee, etwas zu Wunschkunden, Nischen und Fokus zu sagen. Etwas, dass das Leben im Vertrieb und Marketing erleichtert, gerade wenn es um folgende Dinge geht:

  1. Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll ...
  2. Lohnt es sich, XYZ zu machen oder soll ich besser ...
  3. Ich habe wenig Zeit für Akquise und Marketing. Was kann ich trotzdem machen?
  4. Wie finde ich (leichter) neue Kunden? Wie komme ich an "coolere" Projekte heran?
  5. Wie finde ich Kunden, die mehr zahlen?

Das sind die häufigsten Fragen, mit denen Leute zu mir kommen. Problem bei allen Fragen ist das fehlende Wissen, auf welche Kunden soll ich mich fokussieren. Denn nicht jeder braucht das, was ich anbiete. Nicht jeder Kunde passt zu mir. Und da kommt "Stricken mit Hundehaaren" ins Spiel.

Schokostreusel bei einer Schwarzwälderkirschtorte

Fokussierter, klarer, deutlicher kann eine Nische nicht sein. Jedes Mal, wenn ich dieses Beispiel erwähne, gibt es zunächst ungläubiges Staunen, danach Schmunzeln, aber jeder versteht das Konzept.

Daher: Wie einfach wird Vertrieb und Marketing, wenn ich mich auf diese winzige Nische oder diese Art von Kunden konzentriere? Die Produktgestaltung, also Strickmuster, Spinnutensilien, Workshops, Foren – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Und: Wie leicht fallen die Antworten auf obige Fragen?

Vielleicht ist dieses Beispiel extrem, aber es veranschaulicht das Konzept von Nischen, idealen Kunden und Fokussierung. Häufig wird in dem Zusammenhang von Kuchenstücken gesprochen. Das heißt, sich nicht auf den gesamten Markt, in dem Fall Haustierbedarf, zu konzentrieren, sondern auf einen Teil, ein Kuchenstück. Stricken mit Hundehaaren ist die Verzierung, sind die Schokostreusel bei einer Schwarzwälderkirschtorte.

Stricken mit Haustierhaaren

Ist es nicht "gefährlich", sich auf ein sehr kleines Marktsegment zu fokussieren? In den meisten Fällen nein. Problematisch wird es nur, wenn die anvisierte Zielgruppe kein Geld hat oder nicht bereit ist, Geld für das auszugeben, was du anbietest. Aber das lässt sich schnell feststellen.

Zurück zur Frage, es spricht nichts dagegen, vier, fünf, acht Kundengruppen/Nischen zu definieren und jeweils Vertriebs- und Marketingmaßnahmen dafür zu entwickeln. Um beim Beispiel zu bleiben, es ist ausbaufähig. Stricken mit Katzenhaaren habe zwar als Buch noch nicht gefunden, aber wer weiß.

Und es wird deutlich: Besser nicht "Stricken mit Haustierhaaren" als Nische zu definieren, denn Hunde- und Katzenliebhaber sind nicht zwangsläufig identisch. Es ist zu allgemein, die Message zu verschwommen. Lieber zwei Nischen und Marketing- und Vertriebsmaßnahmen darauf abstimmen. Übrigens inwieweit Meerschweinchen, Hasen & Co. geeignet sind, keine Ahnung, so weit geht meine Begeisterung dann doch nicht.

Es gibt noch viel mehr zu sagen, etwa zum Know-, Like- und Trust-Faktor. Oder die Frage, wie ich bei der Definition von Wunschkunden/Nischen vorgehe (dazu habe ich ein E-Book geschrieben). Aber ich möchte nicht alles vorwegnehmen. Vielleicht gibt es demnächt dazu einen Podcast. Bis dahin viel Spaß beim Stricken, egal, ob an einer Nische oder einem neuen Pullover.

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