Erlebnisnacherzählung – auf eine tolle Barcamp-Saison 2014!


Quelle: milena mihaylova auf flickr

Ein Nachbarskind muss derzeit Erlebnisnacherzählungen schreiben. Etwas, das sie nicht gerne tut. Gerne würde ich ihr tröstend sagen, du brauchst das nie wieder – wie vieles, was man in der Schule lernt. Stimmt aber nicht, zumindest wenn sie später auf Barcamps/Unkonferenzen geht und hinterher davon berichtet. Denn wie mancher kritisch anmerkt, tauchen dort die Erlebnisnacherzählungen wieder auf – und sind (immer noch) langweilig.

Da die Barcamp-Saison 2014 "eröffnet" ist, fand ich den Zeitpunkt passend, das Thema Barcamp-Berichte, und wie es besser geht, noch einmal aufzugreifen.
Das Problem, das dieses Kind (und nicht nur sie) mit dieser Aufsatzform hat, ist: Was soll ich denn alles über diesen blöden Zoobesuch schreiben? Ganz im Barcamp-Stil: Wie die Anreise war, das Essen, wer alles dabei war und bei welchen Tieren ihr vorbeigekommen seid. Am Ende dankst du deinen Eltern dafür, dass du mitfahren durftest. Damit lassen sich wunderbar Zeilen füllen, ist aber langweilig.

Oder man macht es, wie beispielsweise Christian de Vries es vorschlägt:

Sich eine Besonderheit herausgreifen.

Zum Beispiel welchen neuen Erkenntnisse hast du gewonnen? Content Marketing ist völlig überbewertet? Oder Stricken mit Hundehaaren ist der nächste große Trend? Bei der Beschreibung, warum dieses Thema gerade so aufschlussreich war, helfen unter anderem die W-Fragen, wer, was, wann, wo, warum usw. Ein schönes Beispiel, wie selbst vermeintlich unspektakuläre Themen interessant werden können, gibt es auf Copyblogger

Statt einem langen Blogpost, vier machen. Denn so Christian de Vries:
"Viel mehr Arbeit macht es euch auch nicht, weil ihr dann nicht lange überlegen müsst, wie ihr alles unter einen Hut bekommt. Schreibt also vier Texte, die sich auf das jeweilige Thema konzentrieren."
Ob das die Lehrerin des Kindes glücklich macht, gerade aus eins mach vier, ist zu bezweifeln. Die Vorschläge sind eher für Fortgeschrittene, die nicht fürchten müssen, eine schlechte Note zu bekommen, heißt 99,9 Prozent der Barcamp-Besucher.

In diesem Sinne auf eine tolle Barcamp-Saison 2014 mit vielen neuen Camps, unter anderem einem CRM-Camp. Ich freue mich auf viele spannende Zusammenfassungen, ich kann ja nicht überall sein! Hier übrigens ein guter Überblick über die anstehenden Termine!

PS: Weitere Tipps zum Titel, Teaser oder der inhaltlichen Gestaltung gibt es bei Christian Dingler.

PPS: Eines schönes Beispiel für eine unterhaltsame "Erlebnisnacherzählung" liefert auch #rp13 Liveblogging von Bernd Erk. Falls ihr für ein Nachbarskind Inspiration sucht. ;-)



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