Zu Risiken und Nebenwirkungen

Warum kann diese Anzeige nicht ausnahmsweise fake sein? 

Wobei, vielleicht ist sie das ja; irgendwie hoffe ich das immer noch. Eine Überspitzung, um eine Diskussion über Schusswaffenverkäufe in den USA in Verbindung mit diesem unseligen "Buy-now-pay-later"-Konzept in Gang zu bringen? 

Die angegebene Webseite ist jedenfalls noch online (Stand 04. Juni 2022). Stimmt, warum hätte die jemand offline nehmen sollen? Ist irgendetwas passiert? Wie tief kann Marketing, ein Unternehmen (noch) sinken? 

Gut möglich, dass die Satire-Seite "The Onion" dahintersteht, ich glaube es aber nicht. Und wenn, würde ich hier mit Freude posten: "Ute ist auf Satire reingefallen".

Ach ja, wenn wir schon bei Werbung sind: Hinweise auf Risiken und Nebenwirkungen von Schusswaffengebrauch wie bei Medikamenten oder auf Zigarettenschachteln üblich bringen da wohl nichts; vermutlich würde das eher noch mehr Leute animieren.

Den Wald vor lauter Bäumen wieder sehen


Die Geschichte eines Mannes, der Bäume pflanzte, aus denen ein Wald wurde, der sich kilometerweit erstreckt und was das mit Vertrieb zu tun hat. 

"Kandidaten wie Kunden behandeln"



"Kandidaten wie Kunden behandeln" – so lautete in diesem Handelsblatt-Artikel (€) ein Tipp, mit dem Unternehmen ihr Recruiting verbessern können. Meine erste Reaktion: bitte nicht. Warum diese Empfehlung aber dann doch nicht so schlecht ist.

BeReal.


Wenn Vertriebsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter einmal werktäglich während ihrer Arbeitszeit die Aufforderung bekämen, innerhalb von zwei Minuten ein Foto zu machen und hochzuladen, wie oft – wenn sie den Bildschirm fotografieren würden – würde man darauf LinkedIn erkennen? Käme da XING noch vor? Wie sieht es mit den anderen Sozialen Netzwerken aus? Überhaupt, was würden sie posten? Videokonferenzen? Telefonate? E-Mail-Postfach?

Sales Paradox – man nüsste, macht aber nicht

Ich habe endlich einen Namen für etwas gefunden, was ich schon lange beobachte: Vertriebsparadox. Ein Phänomen, bei dem Unternehmer/Mitarbeiter sagen, wie wichtig Vertrieb ist, sie auch viel Zeit und Energie aufwenden, um sich Tipps zum Thema Vertrieb anzulesen, Workshops zu besuchen und dann genau das Gegenteil tun: nichts bzw. nur Alibimaßnahmen.

Selbst, wenn sie jemanden einstellen/beauftragen, tun sie viel dafür, dessen Erfolgschancen signifikant zu minimieren. Paradox, oder?

Das ist doch offensichtlich!

Ist es das? Allzu oft nur für einen selbst. Daher öfter mal das Offensichtliche ansprechen. 

Customer Climb – auf geht's



Beim Customer Climb überlege ich mir, welche unterschiedlichen Produkte/Dienstleistungen Kunden brauchen, um an die Spitze zu gelangen.

Netzfundstücke, 19.07.2020


Diese Woche: Warum Vertrieb wie Golfspielen ist, erfolgreiche Marketingbeispiele zum Nachmachen sowie zwei Podcasts, die ich regelmäßig höre.

Kein Schwein ruft ... zurück


Als Max Raabe 1992 beklagte "Kein Schwein ruft mich an" gab es noch keine Smartphones, "Handys" waren nicht handlich und nicht weit verbreitet. Der arme Mensch traute sich auch nicht aus dem Haus, aus Angst, einen Anruf zu verpassen. Die Sorge muss heute niemand mehr haben, denn knapp 20 Jahre später müsste die Liedzeile bzw. der Titel lauten: "Kein Schwein ruft zurück".

Business-Theater – Ende der Vorstellung


Alle Veranstaltungen wurden bis auf Weiteres abgesagt. Nur eine leider nicht: das unsägliche Business-Theater. Das darf nach wie vor werktäglich aufgeführt werden. Nur, wie viel Lebenszeit, Energie und Geld könnten wir sparen, wenn wir das ebenfalls und dauerhaft untersagen? Ein Dialoganstoß.

Gute Frage: What are we stupid for not doing?


Ich sammle gute Fragen, Fragen, die helfen, bestehende Denkweisen aufzubrechen, um einen anderen Blick auf Dinge zu bekommen. Mir gefällt daher "What are we stupid for not doing?", die ich jüngst im "My-First-Million"-Podcast (Apple | Spotify | Webseite) gehört habe. Warum ich sie für genial halte und wie sie sich ergänzen lässt.

Netzfundstücke 16.02.2020


Tipps zum Thema Newsletter, Nachfassen, wie oft man nachhaken soll, ein Podcast-Tipp und welch drastische Maßnahmen ein japanisches Unternehmen ergreift, um Meetings und Overhead zu reduzieren.

Hastings Limit – oder wie viele Kontakte sind genug?


Schon mal vom Hastings Limit gehört? Vermutlich nicht, denn es handelt sich um einen Begriff, der im November 2019 vom Chefredakteur des Online-Magazins The Verge, Dieter Bohn, geprägt wurde. Er lässt sich perfekt auch auf die "Angst" vieler Geschäftsführer, Vertriebler und Marketing-Mitarbeiter anwenden, viel zu wenige Leads/Kontakte zu haben. Worum geht's?

Status-Updates – (m)ein hilfreicher Begleiter


Ich bin immer wieder überrascht, wie anders ich Dinge rückblickend einschätze, entweder ich verkläre etwas ("lief super") oder allzu oft schätze ich Sachen schlechter ein, als sie tatsächlich waren, etwa bei Events die Anmeldezahlen zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Vor ein paar Jahren habe ich daher angefangen, Status-Updates zu verfassen. Das heißt, jede Woche eine Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse, im Fall von Events, wie viele Anmeldungen es gab, viele Sponsorenzusagen oder welche Promo-Aktivitäten unternommen wurden. Aber auch Eindrücke bzw. das allgemeine Stimmungsbild oder Lessons learned halte ich darin fest.

Ein Leben nach Plan


Statt zu Beginn des Jahres gleich etwas über Ziele zu schreiben, kommt von mir die Empfehlung, nicht alles und jedes planen zu wollen, sonst endet das wie in Erich Mühsams Kurzgeschichte aus dem Jahr 1900 "Das Lebensprogramm".

Der "Held" ist Samuel Ehrenmann, der im Alter von 23 Jahren beschloss, "seinen leichtsinnigen Lebenswandel aufzugeben und einen geregelten und gesitteten zu beginnen", kurzum sein Leben bis zum Tod durchzuplanen. Das sah dann so aus:

On top – oder was kannst du weglassen?


Ein Problem, das ich beobachte, wenn ich Unternehmen berate, etwa bei (Recruiting-)Events, CRM-Tool-Einführung oder generell im Bereich Vertrieb, ist, dass die Ideen, die dabei entstehen, on top kommen. Das heißt, zu den vielen Sachen, die die Mitarbeiter eh schon zu tun haben, kommen dann noch neue Dinge hinzu. Man sieht dem Gegenüber an, wenn er es nicht gleich direkt sagt: "Wie soll ich das noch unterkriegen?"

Warum muss das on top sein? Warum lautet die Frage nicht: Was können wir weglassen, was können wir aufhören zu tun, weil es nicht die Erfolge bringt? Welche Prozesse, Meetings, Strukturen sind inzwischen überholt?

"You're getting paid in the currency you're asking for"



"Du wirst in der Währung bezahlt, die du verlangst." Und das muss nicht Geld sein.

Trends 2020 – was sich im Vertrieb nicht ändern wird



Ende des Jahres, Ende des Jahrzehnts, vielerorts blicken Leute in die Zukunft und versuchen Trends der kommenden Monate, Jahre vorherzusagen. Spannend ist allerdings auch, finde ich, was sich wohl auf absehbare Zeit nicht ändern wird. Schließlich sind Menschen Gewohnheitstiere und freuen sich, dass es in diesen schnelllebigen Zeiten Dinge gibt, die eine gewisse Stabilität versprechen.

10.000 Experimente statt Stunden


Die 10.000-Stunden-Regel, die es für echte Meisterschaft in einem Fach bedarf und von Malcolm Gladwell bekannt gemacht wurde, ist vermutlich ein Begriff. Sie ist nicht ganz unumstritten, aber das soll hier nicht das Thema sein. Nein, es geht heute stattdessen um 10.000 Experimente und warum das sinnvoller sein könnte. 

Unactionable advice


In der letzten Zeit habe ich oft über Feedback nachgedacht, wie wenig hilfreich es oft ist, von "guten Ratschlägen" ganz zu schweigen, insbesondere wenn sie auch noch ungefragt daherkommen.

Ein "guter Rat"/Denkanstoß von Jason Fried, der mir in dem Zusammenhang gut gefallen hat.